Mercado Central in Valencia
(N 39° 28.419, W 0° 22.735) von extranjeraHeute haben wir es nun endlich einmal zum Mercado Central geschafft. Nachdem ich das Marktgebäude schon wiederholte Male im geschlossenen Zustand vorfand und nur von draußen bewundern konnte, stand es bis jetzt immer ganz oben auf meiner “will-sehen”-Wunschliste. Da der Mercado Central hier in Valencia nur vormittags von 8-14:30 seine Pforten öffnet und wir bisher vormittags scheinbar immer Wichtigeres zu tun hatten, haben wir den Besuchs des Marktes bis heute vor uns hergeschoben.
Der Mercado Central ist einer der größten Märkte Spaniens und quasi der Magen Valencias. Das 1928 fertiggestellte Jugendstilgebäude beherbergt auf einer Fläche von 8.000 Quadratmetern ca. 1.000 Verkaufsstände, die frische Lebensmittel feilbieten.
Im Mercado sieht es im Vergleich zu anderen Märkten, die ich bisher gesehen habe (z.B. in Mexiko), sehr hell, sauber und aufgeräumt aus. Das Gebäude ist gigantisch groß, mit vielen Säulen und Gewölben, mit riesigen kunstvoll bunt verzierten Fenstern. Die Mauerseiten sind von aussen und innen mit Azulejos, bunt bemalten und glasifizierten Keramikfliesen geschmückt. Eine weitere Besonderheit: die Markthalle ist unterkellert. Was dort im Keller vor sich geht, konnten wir leider nicht herausfinden.
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Mercado Central in Valencia |
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Kommentare»
“…wir bisher vormittags scheinbar immer Wichtigeres zu tun hatten.”
das Wort scheinbar scheint mir darauf hinzuweisen, dass die Autoren selbst offensichtlich nicht mehr wissen, was sie bisher vormittags zwischen 8-14:30 von einem Besuch der aufgeräumtesten Markthalle, die die Augen der Autorin je sahen, abgehalten hat.
Ja lieber Ratgeber, das ist leider nicht ganz richtig. Das Wort scheinbar sagt lediglich aus, dass etwas nur dem äußeren Eindruck nach, nicht aber in Wirklichkeit so ist, wie es sich darstellt: „Die Zeit stand scheinbar still.“, “sie hatte scheinbar nichts Wichtigeres zu tun, als auf den Kommentar zu antworten.”. “… wir bisher vormittags scheinbar immer Wichtigeres zu tun hatten.” impliziert also nicht, das die Autorin sich nicht erinnern kann, was sie bisher von einem Besuch der aufgeräumteste Markthalle, die die Augen der Autorin je sahen, abgehalten hat. Vielmehr sagt es aus, dass es dem Schein nach wichtigere Dinge zu tun gab, es in Wirklichkeit aber nicht so war. Im Kontext gelesen („Heute haben wir es nun endlich einmal zum Mercado Central geschafft …“) wird dem geneigten Leser also klar, dass die Autorin bereits viel früher die Zeit gehabt hätte sich die aufgeräumteste Markthalle, die die Augen der Autorin je sahen anzuschauen, es aber aus unwichtigen Gründen, die sie im Eintrag nicht im einzelnen ausführt, bis zu dem Tag nicht getan hatte.
Scheinbar scheint sowohl “der Ratgeber” als auch die “extranjera” dem Stilmittel der Ironie zugetan zu sein.
Ich bin dem Stilmittel der Ironie zugetan, bei Herrn Hummel und extranjera scheint es mir auch so zu sein.