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Sitges

(N 41° 14.086, E 1° 48.281) von extranjero

Als Ort zum Wohnen haben wir uns für das Wochenende Sitges (ca. 40 km südl. von Barcelona) ausgesucht, da es einfacher ist in “kleineren” Orten ein Hostel zu finden, als in einer Großstadt.
So dachten wir zumindest. Wir kamen da erst ziemlich spät an und dementsprechend schwierig war es noch was zu finden. Aber wir haben es geschafft. Ungleich schwieriger entpuppte sich die erfolgreiche Suche nach Essen.

Als wir uns auf die Suche begaben, fanden wir zuerst einen Pizzaladen und eine Pommesbude. Beides nicht so unser Ding. Wir mussten aber leider recht schnell feststellen, dass in allen anderen Restaurants die Küche schon geschlossen hatte. Also wieder zurück zum Pizzaladen. Dummerweise hat auch der in der Zwischenzeit zugemacht. Wenigstens gab man uns den Hinweis, dass ein paar Ecken weiter noch ein Mexikaner ist, der offen hat und was zu essen.

Dem war auch so und der Mexikaner war wirklich ein Mexikaner, aber in einer sehr spanischen Kneipe.

Am zweiten Tag gingen wir ein wenig durch den Ort und stellten dabei fest, dass auffallend viele Regenbogenflaggen den Ort und einige Hostels schmückten. Abends klärte sich das ziemlich schnell, da uns der Mexikaner ein Zeitschrift mit Anzeigen und Nachrichten des Ortes zeigte. Das Ganze war so ähnlich wie der “Dörferblick” nur in Hochglanz und viel dicker. In diesem “Infoguide” gab es zahlreiche Kleinanzeigen, Konzerthinweise und einen Teil, der sich “Infogay” nannte - auch mit Anzeigen und Veranstaltungstipps.

Ziemlich heiter war dabei, dass es auch eine Anzeige für einen Friseur in diesem Teil gab. Die Kernaussage der Anzeige war: waschen, legen, föhnen; Männer können immer kommen - Frauen nur nach Anmeldung. Außerdem umfasste das Angebot auch Face-Lifting mit Botox. Ich dachte eigentlich immer, dass dafür medizinisch versiertes Fachpersonal vonnöten ist.
Im Nachhinein erfuhren wir, dass Sitges ein sehr beliebtes Reiseziel der europäischen Homosexuellen ist.

Der Gastronom unseres Vertrauens klärte uns noch auf, was es mit den nicht vorhandenen Preiskennzeichnungen seiner Einrichtung auf sich hat. Denn es gibt - wahrscheinlich nicht nur dort - zwei Sorten von Preisen: Touristenpreise und Preise. Zum Glück waren wir ihm offenbar sympathisch.

Also Obacht beim nächsten Restaurantbesuch. Die Insignien der Touristen besitzen wir ohnehin entweder nicht, oder präsentieren sie nicht demonstrativ.

Sonnenaufgang (!) am Strand
Sonnenaufgang (!) am Strand

Veröffentlicht am 24.02.2007 um 18:38 in : Fotos, Koordinaten, Logbuch, Reise, Wissen
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